Ich bin sehr zwiegespalten. Also ich liebe das Essen hier wirklich, jedenfall einiges. Anderes ist wirklich ekelig. Es wird alles frittiert, extrem süß oder salzig, demnach extrem ungesund. Einige der lokalen Köstlichkeiten werdet ihr hoffentlich auf meinem Spenderkreis Nachbereitungs-, Foto-, Wiedersehen-Treffen zu kosten bekommen!
Hier eine Aufzählung der Dinge, die es möglicherweise geben wird:
- Sopaipilla (in Öl frittiertes Brot, mit Pevre oder Käse, auch in süß oder einfach so)
- Epanadas (Frittierte Teigtaschen mit Käse, Fleisch oder Meeresfrüchten)
- Torta de Hojas (Eine Schichttorte, die man eigentlich nicht beschreiben kann. Eines lässt sich nur sagen, sie enthält viel Manjar (auch dulce de leche genannt))
- Alfahores (nach nichts schmeckende Kekse mit Manjar in der Mitte)
- Teremoto (ein Getränk aus Wein, Pisco, Ananas Eis und Grenadine, es heißt nicht umsonst Erdbeben)
- Pisco (das national Getränk, schwer zu beschreiben, aber am besten mit Cola)
- Pie de Limon
- Papas bravas (Kartoffel-Ecken mit einer Art Majonäse)
Hallo Clara,
also die Zitronentarte würde mir glaube ich auch sehr gut schmecken.
Die Füllung sieht mir stark wie Lemon Curd aus. Mmh. Verhungern musst Du wahrscheinl8ich nicht. Nur der gesunde Aspekt fehlt wirklich. Es ist wahrscheinlich gar nicht so einfach, sich in Chile ausgewogen zu ernähren.
Musst Du vielleicht improvisieren und langsam versuchen, auch Deine Familie zu überzeugen, dass auch Gemüse gut schmecken kann!
Viel Erfolg!
Mama
liebe Clara,
das Essen hat sicher auch mit der Art und Weise zu tun, wie die Menschen leben und arbeiten, wie das Klima ist, was der Körper dort braucht… Jedenfalls sieht alles lecker aus (auch wenn vielleicht ungesund) und wir freuen uns schon jetzt auf die “ nach nichts schmeckenden Kekse“ 😉 und die anderen leckeren Sachen!
Schön, von dir zu lesen! Geht es dir gut?! Wie geht es denn mit deiner Arbeit?
Bis bald, liebe Grüße von Anne und Dietrich
Hallo Anne,
Ich glaube nicht dass die Menschen das Essen hier brauchen. Es ist nur einfach billiger sich ungesund zu ernaehren.
Mir geht es gut auch wenn ich momentan viel im stress bin eben wegen meiner Arbeit, aber dazu bald mehr!
Hasta pronto und Grüße zrueck!
Nein verhungern werde ich wohl nicht!
Es wird leider alles frittiert und Gemuese wird zwar schon gegessen, aber dann zum Beispiel mit Mayo. Ein Beispiel: Bei uns zuhause gibt es Brokoli und auf den kommt dann ein grosser Haufen Mayo, oder es gibt Salat, und wer haette das gedacht? Wieder mit Mayo!
Liebe Clara,
ich war jetzt etwas länger nicht auf Deinen Blog und habe heute doch einiges interessantes erfahren.
Zum Thema Toleranz
Die Definition von Toleranz, die Du zitiert hast hört sich gut an. Toleranz scheint danach ganz einfach zu sein. Ist es aber nicht! Vor allem darfst Du die eigenen Anforderungen nicht zu hoch festlegen. Toleranz heißt nicht, dass man sich mit dem Verhalten anderer immer einverstanden zeigen muss. Kritisches Hinterfragen ist genauso zulässig und erforderlich wie das Äußern von Kritik. Toleranz ist keine Einbahnstraße. Du hast also auch ein Recht dazu, Dinge anders zu sehen und mit Deiner Ansicht toleriert zu werden!
Jedenfalls gilt: Wer in der Lage ist, auch sich und seine Gedanken kritisch zu hinterfragen, ist auf dem richtigen Weg!
Ich war ehrlich gesagt, zuerst ein wenig besorgt, als ich Deine Gedanken zum Thema Toleranz gelesen habe. Ich dachte spontan, Dir geht es nicht gut und Du fühlst Dich in Deiner Gastfamilie nicht wohl. Dann wurde ich unsicher. Ich glaube, ich habe zu viel in Deine Gedanken hineininterpretiert. Jetzt glaube ich, dass Du deutlich machen wolltest, dass Du Dich in einem fremden Land mit völlig anderen Gebräuchen und anderen Lebensweisen zurechtfinden musst und das man da so seine Schwierigkeiten hat. Das ginge mir auch so. Aber auch hier gilt das oben gesagte. Du bist auf dem richtigen Weg!
Anderes Thema.
Bilder können nicht schmecken. Ich würde die Torte sofort nehmen und genüsslich hinein beißen! Ob sie mir schmecken würde? Sie sieht lecker aus. Als absoluter Kartoffelnarr hätte ich sicher auch gegen Papas bravas nichts einzuwenden.
Ich finde auch, dass der Campamento, in dem Du hauptsächlich tätig bist, mit über 230 Familien ganz schön groß ist. Ich freue mich darauf (bald?)zu lesen, wie die Menschen Dir begegnen und wie Dir Deine Arbeit gefällt.
Jedenfalls wünsche ich Dir, dass es Dir tatsächlich gut geht und dass Dir das Leben und Wirken in Deinem Traumland gut gefällt und Dich auch ausfüllt!
Ganz liebe Grüße von hier nach Dir!
Bestimmt lesen wir bald wieder voneinander!
Jörg
Hallo Joerg,
Ich habe mich wirklich sehr ueber deinen Kommentar gefreut!
Dass Toleranz in beide Richtungen funktioniert ist ja eigentlich das Grundprinzip der Toleranz. Ich habe mich in diesem konkreten Fall nur einfach gefragt wie tolerant Ich wirklich bin, da ich immer dachte ein toleranter Mensch zu sein oder es jedenfalls immer behauptet habe.
Mach dir keine Sorgen! Ich bin vielleicht nicht der gluecklichste Mensch in meiner Familie, aber das kann und wird sich ja vielleicht noch aendern. Das heisst aber auch nicht dass ich nicht froh und gluecklich bin hier zu sein. Ich bin naemlich wirklich sehr froh dass ich diese Chance bekommen habe. Ich komme jeden Tag ein bisschen besser alleine zurecht und fuehle mich immer wohler.
Ich werde demnaechst wirklich einmal ueber meinen Alltag berichten.
Danke schoen! Vielen dank und hoffentlich bis bald!
Gut, dass es Servierten gibt, was!? 😉